3. GESUND ÄLTER WERDEN
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ßig auf und kommen Merkmale wie Sprach-
oder Orientierungsschwierigkeiten hinzu,
sollte der Verdacht auf eine Demenz ärztlich
abgeklärt werden. Sofern Ihre Angehörige
oder Ihr Angehöriger dazu nicht bereit sind,
versuchen Sie das Verhalten über einen gewissen
Zeitraum zu protokollieren und suchen
Sie das Gespräch mit Fachleuten.
Warnsignale, die auf eine Demenz
hindeuten können:
■■ Vergessen kurz zurückliegender Ereignisse
■■ Schwierigkeiten, gewohnte Tätigkeiten auszuführen
■■ Sprachstörungen
■■ Nachlassendes Interesse an Arbeit, Hobbys
und Kontakten
■■ Schwierigkeiten, sich in einer fremden Umgebung
zurechtzufinden
■■ Fehlender Überblick über finanzielle Angelegenheiten
■■ Ungekannte Stimmungsschwankungen,
andauernde
Ängstlichkeit, Reizbarkeit und
Misstrauen
■■Hartnäckiges Abstreiten von Fehlern, Irrtümern
oder Verwechslungen
Weitere Informationen zum Thema Demenz
finden Sie in dem „Ratgeber Demenz“ des
Bundesministeriums für Gesundheit. Diesen
können Sie kostenlos im Internet oder unter
030/182722721 bestellen. Oder Sie besuchen
die Internetseite www.wegweiser-demenz.de.
Wo gibt es Hilfe?
Wer unter diesen oder anderen psychischen
Beeinträchtigung leidet, sollte sich nicht einfach
damit abfinden, sondern Beratung und
Hilfe suchen. Therapeutische Hilfen, Medikamente,
ambulante oder auch stationäre Behandlungen
können helfen, die Beeinträchtigungen
zu bewältigen.
Dies gilt insbesondere auch für pflegende Angehörige.
Einen anderen Menschen (mit einer psychiatrischen
Erkrankung) rund um die Uhr zu
betreuen, fordert den Pflegepersonen viel ab.
Dies gilt auch, wenn Sie nicht im selben Haushalt
leben. Die folgenden Fragen sollen Ihnen
helfen, Ihren eigenen Hilfebedarf abzuklären:
■■Haben Sie große Mühe, mit Ihrer Situation
umzugehen? Vielleicht haben Sie niemanden,
der Sie versteht oder mit dem Sie reden
können?
■■ Schaffen Sie es nur mit großer Mühe, Ihren
Angehörigen 24 Stunden am Tag zu betreuen?
© Niedersächsische Fachstelle für Wohnberatung
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